Endoskopie

Wir sind darauf bedacht, dass Untersuchung, Behandlung und, falls notwendig, Operation für ihr Tier so schonend wie möglich abläuft. Jede Verbesserung der Untersuchungs- und OP-Methoden, die dazu führt, dass weniger Traumen gesetzt werden, sind ein Fortschritt für Tier und Besitzer. In diesem Sinne setzen wir, wann immer möglich, auf endoskopische Methoden.

Durch signifikant geringere Schmerzen können deutlich flachere Narkosen gefahren werden.

Mit Hilfe des Endoskops können wir innere Körperhöhlen und Organe untersuchen und betrachten, die sonst nur durch eine Operation zugänglich wären. Dadurch können wir auch Proben von inneren Organen nehmen, Fremdkörper entfernen und minimalinvasive chirurgische Eingriffe durchführen. Der Vorteil liegt neben einer geringen Gewebetraumatisierung darin, dass deutlich flachere Narkosen eingesetzt werden können und bei weitem weniger postoperative Schmerzen auftreten, die Rekonvaleszenszeit ist erheblich verkürzt.

Wir führen durch:

  • Magen- und Darmspiegelung
  • Nasenspiegelung
  • Lungenspiegelung
  • Spiegelung der Körperhöhlen
  • Endoskopische Kastration der Hündin
  • Endoskopische Kastration des kryptorchiden Rüden oder Katers
  • Endoskopische Operation des Herzbeutelergusses

Endoskopische Kastration der Hündin

Der medizinische und technische Fortschritt in der Veterinärmedizin schreitet parallel zur Humanmedizin stetig voran. Zu den neueren Entwicklungen der letzten 10 Jahre gehören die endoskopischen Operationen. Zu den häufigsten Routineeingriffen zählt hierbei in unserer Praxis die endoskopische Kastration der Hündin. Die Vorteile dieser Schlüsselloch-Chirurgie sind kleinere Wundschnitte, eine sehr schmerzarme Operation, so dass ein sehr sanftes Narkoseregime gefahren werden kann und der Verzicht auf Nahtmaterial im Bauchraum.

Durch einen kleinen Zugang wird eine Kamera ins Operationsgebiet eingeführt. Das Bild wird dann über einen Monitor stark vergrößert dargestellt, so dass auch feine Strukturen gut erkennbar sind. Über einen weiteren Zugang kann dann mit speziellem Instrumentarium operiert werden. Die Eierstöcke werden hierbei im Bauchraum durch eine spezielle Verschweisstechnik aus der Humanmedizin (Ligasure) abgesetzt, so dass kein Nahtmaterial in der Bauchhöhle verbleibt.

Durch diese minimalinvasive OP-Methode treten nach der OP deutlich weniger Schmerzen auf und die Tiere sind nach 2-3 Tagen wieder voll belastbar. Dies ist besonders interessant für sehr lebhafte Tiere, die schlecht ruhig gehalten werden können und für Sporthunde.

Die Kastration kann ambulant erfolgen, so dass Ihre Hündin wenige Stunden nach der OP wieder nach Hause entlassen werden kann.

Weitere chirurgische Eingriffe, bei denen die endoskopische Methode in unserem Hause zum Einsatz kommt, sind die Entfernung von kryptorchiden Hoden bei Rüden und Katern, die Operation des Herzbeutelergusses und die Gewebeprobenentnahme von Leber, Darm, Milz oder Lymphknoten, falls ultraschallgeführt nicht durchführbar.